Die Einführung von HyperOS 3 in den Einsteigersegmenten hat auf dem Redmi 14C zu einer erheblichen Verschlechterung der Benutzeroberfläche geführt. Die Aktivierung von „Hyper Island“ – Xiaomis interaktives Benachrichtigungssystem, das von iOS kopiert wurde – auf einem Gerät, das die alte Waterdrop-Notch-Architektur verwendet, führt zu einem grundlegenden visuellen Konflikt, der zu unzusammenhängenden UI-Artefakten führt, anstatt der beabsichtigten nahtlosen Integration.
Geometrische Inkompatibilität
Die Hyper Island-Rendering-Engine ist ausschließlich für „Loch“-Kameramodule ausgelegt, die vollständig von aktiven Bildschirmpixeln umgeben sind. Das Redmi 14C verwendet eine Wassertropfenkerbe, die fest mit dem oberen Rahmen verbunden ist. Die Software ignoriert diese Hardware-Einschränkung und zeigt ein schwebendes, pillenförmiges Overlay an, das die physische Aussparung überlappt. Dadurch entsteht ein visueller Bruch, bei dem die Software-„Insel“ zu schweben versucht, obwohl die Kamera physisch an den Geräterahmen gebunden ist.
Rendering-Artefakte
Bei dynamischen Erweiterungen (z. B. bei der Steuerung der Medienwiedergabe) erzeugt die Software glatte, ovale Vektorgrafiken, die mit der scharfen, statischen Winkligkeit der Hardwarekerbe kollidieren. Im Ruhezustand scheint die Benachrichtigungskapsel optisch vom Kamerasensor abgetrennt zu sein. Dadurch wird die primäre Funktion des Features, die Kameraaussparung in aktiven UI-Elementen zu verbergen, zunichte gemacht.
Übersicht über die Portierung
Diese Regression bedeutet eine direkte Portierung des UI-Codes der Flaggschiff-Serie (entwickelt für die Xiaomi 14/15-Serie) auf Budget-Hardware ohne spezifisches Koordinaten-Remapping. Dem System fehlen die Parameter für die Display-Maskierung, die erforderlich sind, um die Hyper Island-Animationen an nicht schwebende Kameraanordnungen anzupassen.
Zur Korrektur ist ein Firmware-Patch erforderlich, um Hyper Island auf SKUs mit Wassertropfenkerbe zu deaktivieren oder die Ankerpunkte der Animation so zu ändern, dass sie neben und nicht auf dem physischen Sensor liegen.
Bilder Quelle: Xiaobai

Emir Bardakçı
