Kaufe keine Xiaomi-Handys aus Indien! Hier ist der Grund

Es mag verlockend sein, ein Xiaomi-, Redmi- oder POCO-Gerät aus Indien zu importieren, weil die Preise im Vergleich zum Weltmarkt deutlich niedriger sind. Diese Entscheidung kann sich jedoch zu einem technischen Albtraum entwickeln.

Wenn du vorhast, eine indische Variante in Europa, der Türkei oder Amerika zu verwenden, solltest du sofort aufhören. Hier sind die entscheidenden Gründe, warum indische Geräte für globale Nutzer oft „verkrüppelt“ sind.

Der NFC-Dealbreaker: Es fehlt oft

Der größte Schock für internationale Nutzer ist das Fehlen von NFC (Near Field Communication).

  • Warum? In Indien verlässt sich das Zahlungssystem stark auf UPI (QR-Code-Scannen) und nicht auf kontaktloses Tap-to-Pay. Um die Herstellungskosten zu senken, entfernt Xiaomi oft den NFC-Chip aus den indischen Varianten der Redmi- und POCO-Handys.

  • Die Konsequenz: Wenn du ein indisches Gerät kaufst, kannst du wahrscheinlich kein Google Pay (Wallet), keine kontaktlosen Karten für den öffentlichen Nahverkehr und kein schnelles Pairing mit Kopfhörern nutzen. Da der Chip auf der Hauptplatine fehlt, kann kein Software-Update dieses Problem beheben.

Netzwerkband-Alpträume (4G & 5G)

Dies ist der kritischste Punkt für den täglichen Gebrauch. Indische Smartphones sind ausschließlich für indische Anbieter (Jio, Airtel, Vi) optimiert und verfügen nicht über die breiteren Frequenzbänder, die weltweit genutzt werden.

  • Fehlendes Band 20 (800MHz): Dies ist das „Goldene Band“ für 4G in Europa und der Türkei, das für die Abdeckung in ländlichen Gebieten und innerhalb von Gebäuden unerlässlich ist. In indischen Geräten fehlt B20 fast immer.

  • 5G-Inkompatibilität: Auch wenn ein indisches Handy „5G“ unterstützt, kann es sein, dass es die spezifischen N78-, N1- oder N28-Bänder deines lokalen Anbieters nicht unterstützt.

  • Das Ergebnis: Es kann sein, dass du auf 3G- (H+) oder Edge-Geschwindigkeiten (E) sitzen bleibst, während alle anderen 5G haben, oder dass du in Kellern und Aufzügen unter ständigen Signalausfällen leidest.

Probleme mit Carrier Aggregation (4G+)

Globale Versionen sind darauf ausgelegt, mehrere Frequenzen zu kombinieren (Carrier Aggregation), um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Indische Modems sind oft anders eingestellt oder haben weniger Antennen für diese speziellen globalen Kombinationen, was zu deutlich langsameren mobilen Datengeschwindigkeiten führt, selbst wenn du ein Signal hast.

Fazit: Global kaufen

Das Geld, das du beim Import eines Geräts aus Indien sparst, ist den Verlust grundlegender Funktionen wie kontaktloses Bezahlen und zuverlässiges Hochgeschwindigkeitsinternet nicht wert. Für ein nahtloses Erlebnis solltest du immer die globale Version wählen.

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