Xiaomi 17 Ultra Fototest – Wir haben 70+ Fotos von jeder Szene analysiert

Wenn es darum geht, die Grenzen der Smartphone-Fotografie zu verschieben, hat Xiaomi stets auf die Spitzenposition abgezielt. Mit der Veröffentlichung des Xiaomi 17 Ultra verschiebt das Unternehmen jedoch nicht nur die Grenzen, sondern schreibt das Regelwerk neu. Ausgestattet mit einem bahnbrechenden Light Fusion 1050L-Sensor, einem 200MP Leica APO-Teleobjektiv und unvergleichlich rechenintensiver Fotografie, verwischt das 17 Ultra die Grenze zwischen einem Smartphone und einer professionellen DSLR.

Nach der Analyse von mehr als 70 verschiedenen Fotobeispielen – von extremen Telemakroaufnahmen bis hin zu anspruchsvollen Nachtaufnahmen im Neonlicht – geben wir dir hier einen tiefen Einblick in die Kamerafunktionen des Xiaomi 17 Ultra.

Die Sensor-Revolution: Light Fusion 1050L und LOFIC

Das Herzstück der Hauptkamera des 17 Ultra ist der 50-Megapixel-Sensor vom Typ 1 Light Fusion 1050L. Während hohe Megapixelzahlen üblich sind, liegt die wahre Magie hier in der Lateral Overflow Integration Capacitor (LOFIC) Technologie.

In kontrastreichen Szenen können einzelne Pixel leicht vom Licht überflutet werden, was zu verwaschenen Lichtern führt. LOFIC löst dieses Problem, indem es das überschüssige Licht in einen Überlaufspeicherbereich umleitet. Xiaomi behauptet, dass die Kapazität des Überlaufbereichs im Vergleich zum 15 Ultra um das 6,3-fache erhöht wurde. Bei unseren Nachtfototests mit leuchtend roten Neon-Bankschildern und leuchtenden „OPEN“-Displays waren die Ergebnisse einwandfrei. Es gab absolut kein Light Blooming oder Bleeding um die Buchstaben herum, ein Szenario, an dem normalerweise selbst die besten Smartphone-Sensoren zerbrechen.

Die Dunkelheit meistern: Extreme Nachtfotografie

Bei der Nachtfotografie lässt die 17 Ultra ihre Hardware-Muskeln richtig spielen.

  • Erstaunlicher OIS bei 200 mm: Bei einer anspruchsvollen Aufnahme eines nächtlichen Bahnhofs mit dem 200-mm-Teleobjektiv schaffte die Kamera eine Verschlusszeit von 1/13s. Das Erreichen einer scharfen Aufnahme aus der Hand bei dieser Brennweite und Verschlusszeit ist ein Beweis für das außergewöhnlich fortschrittliche optische Bildstabilisierungssystem (OIS).

  • Rauschunterdrückung: Selbst bei ISO 2500 und ISO 3200 in dunklen Umgebungen bewahren die Algorithmen zur Rauschunterdrückung die Textur von Kies und Metall, ohne das Bild in ein Aquarell zu verwandeln.

  • Leica Farbwissenschaft: Bei Fotos von glühenden roten Laternen hat die Kamera die tiefen, echten Schwarztöne des Nachthimmels bewahrt und einen dramatischen Kontrast erzeugt, der die satten Rottöne mit echter Leica Farbwissenschaft zum Leuchten bringt.

Auf der Jagd nach der Sonne: Golden Hour und HDR

Direkt in die Sonne zu fotografieren ist der ultimative Test für den Dynamikumfang und die Objektivvergütung. Das Xiaomi 17 Ultra besteht ihn mit Bravour.

  • Extreme Verschlusszeiten: Das Gerät kann unglaubliche elektronische Verschlusszeiten erreichen, z. B. 1/20.408 s. So kann es die Sonne als perfekte, klare Kugel einfangen und nicht als verwaschenes weißes Durcheinander, selbst wenn es direkt ins Licht fotografiert.

  • Makellose Silhouetten: Egal, ob du Vögel im Flug mit 1/1657 s oder Baumzweige vor einem feurigen Himmel aufnimmst, die Motive werden als gestochen scharfe Silhouetten wiedergegeben. Entscheidend ist, dass es keine chromatische Aberration (lila/grüne Farbsäume) an den Rändern der Silhouetten gibt, was die erstklassige Qualität des Objektivglases unterstreicht.

Das Telemakro-Biest: 75-100mm Periskop-Zoom

Die 200-Megapixel-Telekamera verfügt über ein 75-100 mm äquivalentes Periskop-Zoomobjektiv mit einem großen Sensor vom Typ 1/1,4. Es ist das erste Xiaomi-Flaggschiff, das von Leica mit dem APO-Zertifikat (Apochromatic) ausgezeichnet wurde, und das merkt man.

  • Arbeitsabstand: Die 100- und 200-mm-Brennweiten eignen sich hervorragend als Makroobjektive. Du kannst mikroskopisch kleine Details wie die Schnurrhaare eines Eichhörnchens oder die geometrischen Muster einer Sonnenblume einfangen, ohne dass du über dem Motiv schwebst und das Licht blockierst.

  • Optisches Bokeh: Mit einer Blende von f/2,96 in Kombination mit dem großen Sensor ist die Hintergrundunschärfe cremig, natürlich und optisch echt. Die künstlichen, gezackten Kantenerkennungsfehler, die oft in softwarebasierten Porträtmodi auftreten, werden vollständig umgangen.

Architektonische Monochrom- und Leica-Filter

In der Architektur- und Straßenfotografie ermöglicht der Verzicht auf Farbe, dass Textur und Geometrie in den Mittelpunkt rücken.

  • 14-mm-Ultraweitwinkel-Geometrie: Die 50MP-Ultraweitwinkelkamera (Typ 1/2,76) mit Leica UltraPure-Optik bietet ein Sichtfeld von 115°. Bei Aufnahmen von Wolkenkratzern sorgt sie für bemerkenswert gerade Linien mit minimaler Randverzerrung.

  • Leica Signature-Filter: Xiaomi bietet speziell entwickelte Filter, die die Stimmung wirklich verändern. Der Sunset Glow (-25 Kontrast, +7 Schärfe) ist perfekt, um Details aus Landschaften herauszuholen, während der Ink & Brush (-6 Schärfe) Texturen wunderbar weichzeichnet. Die Schwarz-Weiß-Filter nutzen den vollen Dynamikbereich des Sensors, um die körnigen Texturen von Ziegeln und die glatten Reflexionen von Glasfassaden perfekt hervorzuheben.

Die Erweiterung des Horizonts: Die 14-mm-Ultra-Weitwinkel-Erfahrung

Während die Haupt- und Teleobjektive oft das Rampenlicht stehlen, fängt die Ultraweitwinkelkamera die wahre Größe einer Szene ein. Das Xiaomi 17 Ultra ist mit einem 50-Megapixel-Ultraweitwinkel-Shooter mit einem 1/2,76er Bildsensor und einem 14-mm-Äquivalentobjektiv ausgestattet, das ein riesiges Sichtfeld von 115° bietet. Aber die technischen Daten sind nur die halbe Wahrheit: Die Leistung in der Praxis zeigt sowohl ihre Stärken als auch ihre Grenzen.

  • Makellose Geometrie mit Leica UltraPure-Optik: Wenn du Architektur mit 14 mm aufnimmst, kommt es normalerweise zu einer deutlichen tonnenförmigen Verzeichnung. Bei den Architekturaufnahmen – vor allem bei der symmetrischen blauen runden Decke und dem scharfen roten Backsteinquadrat – gibt es jedoch praktisch keine Verzeichnung. Die Leica UltraPure-Optik sorgt dafür, dass die Linien geometrisch perfekt und von Ecke zu Ecke messerscharf bleiben.

  • Dramatische Perspektiven: Ultraweitwinkelobjektive sind ein unglaubliches Werkzeug für kreative Bildgestaltung. Die Nahaufnahme des geparkten Motorrads nutzt die 14-mm-Brennweite, um die Perspektive zu strecken und das Motiv vor der Stadtkulisse aggressiv und dominant aussehen zu lassen.

  • Die Achillesferse: Gegenlicht und HDR-Einschränkungen: Während das Ultra-Weitwinkelobjektiv in der Geometrie brilliert, hat es bei hartem Gegenlicht deutliche Defizite. Wenn du direkt in die Sonne fotografierst (wie bei der morgendlichen Straßenkreuzung), zeigt der Sensor seine Grenzen. Im Gegensatz zu den phänomenalen Haupt- und Telekameras, die den Dynamikbereich mühelos bewältigen, hat das Ultra-Weitwinkelobjektiv Schwierigkeiten, einen aufgeblähten Himmel und zerquetschte Schatten auszugleichen. In diesen extremen Gegenlicht-Szenarien fühlt sich der Dynamikbereich ziemlich gewöhnlich an und das 14-mm-Objektiv verhält sich eher wie eine normale, durchschnittliche Smartphone-Kamera und nicht wie das Flaggschiff, das wir in der restlichen Kameraanordnung sehen.

Vor- und Nachteile

PROS (Die Guten) CONS (Das Schlechte)
Physikalisch variable Blende: Der mechanische Übergang zwischen $f/2,39$ und $f/3$ sorgt für optische Spitzenleistung und „efso“-Schärfe in jeder Zoomstufe. Probleme mit ultraweitem Gegenlicht: Das 14-mm-Objektiv kann bei schwierigen Lichtverhältnissen immer noch nicht mit der HDR-Magie des Hauptsensors mithalten und sieht ein bisschen „durchschnittlich“ aus.
Kornfreies Teleobjektiv: Selbst bei schwachem Licht hält das 200-MP-Periskop das Rauschen in Schach und bewahrt Texturen, die andere Flaggschiffe in „Ölgemälde“ verwandeln. Kopflastiges Design: Die massiven, beweglichen Optiken machen das Kameramodul ziemlich schwer.
LOFIC Sensor Power: Ein Highlight, das der Konkurrenz weit voraus ist.

Bildnachweis & Praxistest Hinweis

Die in diesem Test analysierten Fotos stammen von Early Adopters und Fotoenthusiasten aus der Reddit-Community. Die Verwendung dieser nutzergenerierten Bilder ermöglicht es uns, die Kameraleistung des Xiaomi 17 Ultra in echten, realen Szenarien zu bewerten, anstatt uns ausschließlich auf kontrolliertes Werbematerial der Marke zu verlassen. Wir danken den Urhebern in der Community dafür, dass sie ihre unbearbeiteten Erfahrungen mit uns teilen.

Das Urteil

Das Xiaomi 17 Ultra ist nicht nur ein Smartphone mit einer guten Kamera, es ist ein ernstzunehmendes fotografisches Werkzeug. Die Integration der LOFIC-Technologie hat die Probleme mit dem Dynamikumfang grundlegend gelöst, während das Leica APO-zertifizierte Periskop-Objektiv professionelle Tele- und Makrofähigkeiten in deine Tasche bringt. Für Fotografie-Enthusiasten ist dies ein Meisterwerk der mobilen Fotografie.

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Emir Bardakçı

Co-founder & HyperOS Expert

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